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Recycle deine Brille, denn viele Menschen können sich keine leisten! (I.d.R. bei deinem Optiker)

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Geschrieben von: Team Nachhaltigkeit   
CHECK IT OUT!
bearbeitet von Theo Lorenzen und Herrn Lehmann, mit freundlicher Unterstützung des Check-It-Out-Teams der 6. Klasse mit Herrn Ley, Fachlehrer Physik


Unsere Schule nimmt seit vielen Jahren an "Check it out" teil, einem europäischen Projekt, welches, unterstützt durch Mittel der Europäischen Union, die Energienutzung an Schulen zuerst überprüfen und anschließend verbessern will.

Zusammenfassung: An unserer Schule besteht ein großes Einsparpotenzial, welches teilweise durch einfache Organisation und Engagement der Schüler erreicht werden kann. Es gibt zahlreiche technische Maßnahmen, die mit einfachen Mitteln durchführbar sind und sich nach kürzester Zeit bereits durch Kosten- und Energieeinsparungen lohnen. So bleibt uns mehr Geld für andere Dinge, z.B. Lehrmittel, und wir entlasten die Umwelt!


Check it Out! - Der Ist-Zustand

An unserer Schule sollen durch Energieanalyse und einem Konzept zur besseren Ressourcennutzung Energiekosten und Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt werden. Im September 2007 fand hierzu eine Begehung der Schule statt. Dabei wurden alle drei Gebäudeteile berücksichtigt: beide Hauptgebäude (errichtet 1973 und 1975) und der Verbinder (errichtet 1994).

Nach einer Messung an unserer Schule wurden die Ergebnisse mit den Richtwerten für Wasser, Strom und Wärme an deutschen Schulen verglichen. Der Verbrauch für Strom und Wasser liegt ca. 50% über den Richtwerten, für Wärme ca. 40% darüber. Folglich sollten Einsparungen in allen Punkten möglich sein - nötig sind sie auf jeden Fall. Zusätzlich besteht Interesse an Unterstützung zur Sensibilisierung der Schüler für einen effizienteren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

Die zwei Hauptgebäude und die Turnhalle sind in der für die damalige Zeit typischen Plattenbauweise gebaut. Nur die Fenster wurden Anfang der 1990er Jahre ausgetauscht, die restliche Außenfassade ist noch im Urzustand, d.h. der Wärmeverlust über Fassade mit ihrer Sandwichdämmung und den Fugen, die kaum bzw. nicht gedämmt sind, ist sehr hoch. Der Verbinder hat thermisch einen höheren Standard.


Wie wird unsere Schule versorgt?


Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Fernwärmestation im Hauptgebäude. Der Gesamtwärmeverbrauch für die Jahre 2004-2006 betrug durchschnittlich 920.000 kWh/a, (vgl. http://www.umweltschulen.de/energie/k_heizung.html).

Der Verbrauch war im betrachteten Zeitraum relativ konstant. Dieser durchschnittliche Wärmeverbrauch pro Jahr liegt zwar unter dem bundesweiten Durchschnitt für Oberschulen, doch immer noch um mehr als ein Drittel höher als der Richtwert für diese Gebäudegröße, insofern liegt hier ein relativ hohes Einsparpotential vor.

Die Trinkwasserbereitung erfolgt über einen indirekt beheizten Warmwasserspeicher mit einem Volumen von 300 l. Dieser sorgt einzig für die Hausmeisterdusche, die Küche und den Arztraum. Das Wasser für die Duschen der Turnhalle wird von einer monovalenten Solaranlage beheizt.

Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt 0,038 m³/m² pro Jahr über dem Richtwert.
Er ist in den letzten zwei Jahren um 28% gestiegen.



Vorschläge zur Senkung des Energieverbrauchs
und zur Gebäudesanierung und Ergebnisse des Projektes

Einsparungen wären einfach möglich, z.B. durch Behebung der Dämmschäden an den Rohrleitungen.

Außer Aqua-Stops an den Waschbecken der Sanitärräume und den Duschen der Turnhalle kommen keine weiteren Wassersparmaßnahmen zum Tragen.

Der Stromverbrauch liegt bei beinahe dem Doppelten des Richtwertes. Die Tendenz ist ansteigend, ähnlich wie beim Wasser hat der Stromverbrauch in den letzten Jahren um 30% zugenommen. Gründe dafür könnten die ansteigende Schülerzahl und die ausgeweitete Nutzungszeit der Gebäude sein. Die Verteilung des Verbrauchs ist im Vergleich zu anderen Schulen relativ ungewöhnlich. Sehr viel Strom wird für Pumpen und für Küchenausstattung genutzt.

Die meiste elektrische Energie verbrauchen die Beleuchtungsanlagen (47%). Es werden Leuchtstoffröhren vom Typ T8 verwendet, die je nach Bedarf ausgewechselt werden doch nicht gegen den viel effizienteren Typ T5 ausgetauscht werden. Die T5 Lampen haben eine längere Lebensdauer und sind energiesparend.

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um nicht nur die Energieeffizienz zu steigern und den Kohlendioxidausstoß zu senken, sondern auch das Innenklima zu verbessern, was sich positiv auf die Gesundheit der Schüler und Lehrer auswirken würde. Die Kosteneinsparungen sind dabei ebenfalls beachtlich.

Zum Beispiel würde eine Anpassung der Heizungsregelung an die Nutzungszeiten nur 350€ kosten, doch im Jahr 41.400 kWh einsparen, das sind zur Zeit umgerechnet 3.420€ - diese Maßnahme würde sich also bereits kurzfristig bemerkbar machen. Insgesamt könnte man mit geringen Investitionen im vierstelligen Bereich in die Heizungsanlage pro Jahr 15.000€ sparen.

Eine langfristigere Einsparung ist im Bereich der Elektronik machbar. In Betracht gezogen werden z.B. der Einbau einer Wochenzeitschaltuhr für die dezentralen Boiler und der Austausch der Heizungspumpe.

Des Weiteren sind weitere, jedoch kostenintensivere Investitionen möglich, die praktischerweise während einer Sanierung durchgeführt werden sollten. Wir denken da z.B. an eine Ergänzung der Fassadendämmung, Auftrennung der Heizkreise, Erneuerung der Kühlschränke und Tiefkühltruhen und den Austausch der Beleuchtungsanlagen. Die langfristigen Maßnahmen würden sich auf jeden Fall mittelfristig auszahlen.

Neben den technischen Maßnahmen sind auch eine ganze Menge organisatorischer Maßnahmen möglich. Diese bringen keine Kosten mit sich, doch liegt es an den Schülern und Lehrern, auf die Einhaltung zu achten. Diese betreffen z.B. die Lüftung der Klassenräume in den Pausen und die Konzentration der Nutzungszeiten. Fenster in ungenutzten Räumen sollen geschlossen werden und statt einer "Dauer-Kipp-Lüftung" sollte man auf ein stoßartiges Lüften der Räume achten. Rasenflächen können aufgrund der geringeren Verdunstung nachts bewässert werden und Computer sollten ganz ausgeschalten werden anstatt im Standby-Modus Strom zu verbrauchen. Insgesamt könnten pro Jahr bis zu 10.000€ durch Organisation eingespart werden.

Zum Teil hatten unsere Sechstklässler, die mit Herrn Ley bei "Check it Out" mitgearbeitet haben, die gleichen Ideen. In den sechsten Klassen wurde eine Umfrage durchgeführt. Sie sollten Ideen äußern, wie man die Schule umweltfreundlicher gestalten könnte.

Die häufigsten Antworten lauteten:

"Man sollte den Müll besser sortieren!"
"Man sollte nicht so viel Wasser verschwenden!"
"Man sollte das Licht so selten wie möglich anschalten!"
"Man sollte unbenutzte Geräte ausschalten!"
"Mann sollte die Fenster nicht so viel offen lassen!".


Fazit - an unserer Schule besteht auf jeden Fall noch ein sehr großes Einsparpotential, welches teilweise durch einfache Organisation und Engagement der Schüler ausgenutzt werden kann. Es gibt zahlreiche technische Maßnahmen, die mit einfachen Mitteln durchführbar sind und sich nach kürzester Zeit bereits durch Kosten- und Energieeinsparungen lohnen. So bleibt uns mehr Geld für andere Dinge, z.B. Lehrmittel und wir entlasten die Umwelt!
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